Der Rotary Club Illnau-Effretikon hat die Bewohnerinnen und Bewohner des Geratrium Pfäffikon zu einem Ausflug an den Greifensee eingeladen.
Um
9 Uhr morgens am 10. September wurde es auf dem Parkplatz des Geratrium
Pfäffikon plötzlich betriebsam; in kurzer Zeit waren rund ein Dutzend
Rotarierinnen und Rotarier des RC Illnau-Effretikon eingetroffen, um Bewohnende
und Pflegende des Geratrium zu einem Ausflug an den Greifensee abzuholen. Man
ging es gemütlich an; zu Beginn wurden die Begleitpersonen bei Kaffee und
Gipfeli über den Ablauf und die Teilnehmenden instruiert und jeder Person ein
oder zwei Gschpänli zugeteilt, die es während des Ausflugs zu begleiten und
betreuen galt. Dann wurde es spannend, als die Seniorinnen und Senioren zu
Fuss, per Rollator oder im Rollstuhl beim roten FBW-Nostalgiebus ankamen und
die Begleitpersonen ihr bisher noch nicht bekanntes Gschpänli «suchen» mussten.
Nach dem ersten Kennenlernen entspannten sich muntere Gespräche und die
Helferinnen und Helfer konnten sich beim Einsteigen in den Reisebus aus den
1960-Jahren, der seiner noblen Ausstattung und des perfekten Zustandes wegen von
Allen bestaunt wurde, nützlich machen. Die Rollatoren und Rollstühle waren
zwischenzeitlich in einem anderen Fahrzeug verstaut; die Reise konnte beginnen.
Während der Fahrt nach Maur war bei den Technikbegeisterten natürlich der
FBW-Reisebus, der sein Alter nur durch die antike, nicht mehr zeitgemässe
Ausstattung verriet, das Thema, während andere sich in Gespräche vertieften
oder die Landschaft an ihren Augen vorbeigleiten liessen.
Nun ging es dem Höhepunkt des Ausflugs entgegen. Am Greifensee, unweit von
Maur, wurde die Reisegruppe von einer kleinen Herde Alpakas erwartet, die uns
auf einem Spaziergang nach Maur begleiten sollten. Obwohl diese eleganten Tiere
an Menschen gewöhnt sind, waren sie anfangs ziemlich scheu und wollten sich
nicht streicheln lassen, doch während sie vom Züchter mit Namen ihren
charakterlichen Eigenschaften vorgestellt wurden, verlor sich ihre Nervosität
zusehend. Jene, die wollten, durften nun eines der sieben Alpakas auslesen und
während des nun startenden Spaziergangs nach Maur führen. Interessant war die
Tatsache, dass sich die frisch designierten Alpaka-Führer bereits während der
Vorstellung «ihr» Tier ausgesucht hatten, sei es wegen des Namens, des
Charakters oder der Farbe. In guter Stimmung bewegte sich die Schar dem Seeufer
entlang in Richtung Maur. Es wurde gegangen, geschoben, gerollt, geplaudert und
mittendrin die Alpakas geführt, die sich zur Freude der Wandergruppe recht
zutraulich verhielten. Einigen ging es zu schnell, andere waren froh, das
Restaurant Schifflände zu erreichen. Ein letztes Streicheln der Alpakas, ein
letztes Foto mit ihnen; es galt nun Abschied zu nehmen. Die Aufmerksamkeit
wechselte nun zum hervorragenden Mittagessen, welches durch das freundliche
Personal der Schifflände an gepflegten, weiss gedeckten runden Tischen serviert
wurde, wo auch ein Gläschen Wein nicht fehlte. Die Gespräche, lustig, fröhlich
oder auch ernst und sachlich plätscherten dahin, bis die Zeit für einen kurzen
Gang zum Hafen nicht mehr reichte und es Zeit zum Einsteigen für die Rückreise
war. Die Abschiedsgespräche zwischen den Seniorinnen und Senioren, dem
Pflegepersonal und den Helfern nach Ankunft im Geratrium liessen erkennen, wie
angenehm, schön und genussvoll beide Seiten diesen Tag erlebt hatten.
(hjs)