Bienvenue au Rotary Club Illnau-Effretikon

Der Schulbetrieb in der Tapriza-Schule im Dolpo Distrikt Nepal läuft wieder ordnungsgemäss.

Fröhliche Schülerinnen und SchülerFröhliche Schülerinnen und Schüler

Das durch das Erdbeben 2014 grösstenteils zerstörte Boys Dormitory der Tapriza-Schule in Nepal wurde auch mit unserer Hilfe wieder aufgebaut.
Ein Stimmungsbericht unserer Rotarierin Carla Mom über den Alltag der Kinder und Familien.

Im September und Oktober 2018 besuche ich mit einer Delegation der Stiftung Tapriza deren Schule in Nepal, welche das 20-jährige Bestehen feiert.

Neben der Teilnahme an den Feierlichkeiten dürfen wir eineinhalb Tage in alle Klassen hineinsitzen und den Schulalltag mitmachen. Wir sehen sehr viele aufmerksame Gesichter und natürlich ebenso viele Seitenblicke auf uns.

Schon im ersten Kindergartenjahr lernen die Kinder drei Alphabete: Nepali, Tibetisch und Englisch. Das ist ganz schön anspruchsvoll. Die Kinder singen Lieder zu jedem der drei Alphabete und schreiben auch schon ihre ersten Buchstaben. Manche davon spiegelverkehrt, was wir ja auch von unseren Kindern kennen.
Im zweiten Kindergartenjahr ist dann Englisch angesagt. Der Lama sitzt mit den Kindern auf dem Boden. Er hält farbige Stifte in der Hand, die er  an die Kinder verteilt: „Is this your pen?“, fragt er. Oder: „Are you Semduk Lama [Semduk ist der Schulleiter der Tapriza Schule]?“ Was die Kinder auf Englisch verneinen müssen und was einiges Gelächter produziert.

Weiter geht’s zum Mathematikunterricht. Er findet in Nepali statt. Es werden x und y auf die Tafel geschrieben – es handelt sich offenbar um Satzaufgaben in Algebra. Es ist spannend zu sehen, wie die Kinder mitmachen und immer schön die Hand aufstrecken dabei.
Im Naturwissenschaftsunterricht nutzen wir unsere Postkarten, die wir aus der Schweiz mitgebracht haben, und gestalten eine Wissenschaftslektion. Wir sprechen mit den ältesten Schüler und Schülerinnen über Jahreszeiten, Klima und Wetter.
Einige Kinder der Tapriza Schule tauschen Briefe mit einer Schulklasse in Zürich aus. Sie schreiben einander in Englisch und schicken sich gegenseitig Zeichnungen von Themen, die sie gerade beschäftigen.

Unser Schulbesuch bleibt ausgesprochen interessant und vergnüglich. Und es ist eindrücklich, wie gerne die Schülerinnen und Schüler zu lernen scheinen.

In den darauffolgenden Tagen wandern wir von Dorf zu Dorf. Es ist gerade Erntezeit und die Leute arbeiten hart auf ihren Feldern. Jeder muss mithelfen. Auch einige Schulkinder kommen am Wochenende nach Hause, um tüchtig mit anzupacken. Die Ernte muss möglichst rasch eingebracht werden. Wir treffen überall Eltern von Kindern, die uns sehr zuvorkommend behandeln und uns zu feinem lokalem Essen einladen. Wir bekommen Buchweizen-Pancake und Kartoffel/Kürbis Curry. Auch das lokale Bier und den eigenen Schnaps sollen wir testen. Überall bedanken sich die Eltern mit Reden für unsere Unterstützung der Tapriza Schule. Sie sind dankbar und stolz, dass ihre Kinder zur Schule gehen können. Am Abend werden wir mit Musik und Tänzen verwöhnt. Dank Semduk Lama können wir in viele Haushalte hineinsehen und mit vielen Menschen über ihre Bräuche und Sitten sprechen. Selbst bei einer Hochzeit dürfen wir dabei sein, was uns sehr freut. Wir werden unsere Reise nach Dolpo und an die Tapriza Schule als eine ausgesprochen interessante und freudvolle Zeit in Erinnerung behalten.

Carla Mom


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