RC Illnau-Effretikon
Willkommen beim Rotary Club Illnau-Effretikon

Abschiedsbericht von Laura Kersting, welche im Rahmen des rotarischen Study Exchange Projekts ein ganzes Jahr die Schweiz kennen lernen und hier das Gymnasium besuchen durfte.

Vorstellung

Ich bin die jüngste von 3 Schwestern. Bei meine Geburt waren meine Schwerstern 11 und 16 Jahre alt, deshalb war ich fast ein Einzelkind. Das war nicht schlimm, aber ich wollte immer auf eine kleine Schwester aufpassen. Ich habe meines ganzes Leben in dem gleichen Haus mit meinen Eltern in Panambi gewohnt. Panambi ist eine kleine Stadt (40.000 Einwohner) des Estado Rio Grande do Sul, im Süden Brasiliens.

Dort bin ich in eine evangelische Schule gegangen, wo ich unter der Woche Lektionen von 7:20 bis 12:05 Uhr hatte. Am Dienstag hatten wir auch den ganzen Nachmittag Schule, sonst hatten wir frei für Sport, Theater oder Musik. Ich habe alles gemacht und das vermisse ich sehr.

Anfang

In 2012 habe ich vom Rotary Austauschjahr gehört, und habe viel gesucht und gefragt. 2014 habe ich mich angemeldet und nach vielen Prüfungen, Dokumenten und Interviews bin ich endlich Im 11. August 2015 in die Schweiz geflogen.

Im Rotary Programm kannst du nicht wählen, in welches Land du gehst. Als ich erfahren habe, dass ich in die Schweiz gehen werde, habe ich gedacht: Super! Das Land von Schokolade, Käse und Berge. Ich, als Fan von Schokolade, konnte nicht  glückliches und aufgeregter sein, um mein Abenteuer zu beginnen. So bin ich also in der Schweiz angekommen.

 Am Flughafen waren die ersten Schweizer, die ich kennenlernte, meine erste und dritte Gastfamilie. Die Fahrt nach Hause der Gastfamilie war ein bisschen seltsam. Da war ich, also mehr als tausend Kilometer weit von daheim, weit von allem, was  ich kenne. Ein neues Leben mit fremden Leuten und Sprache. Dann habe ich durch das Fenster geschaut, je mehr ich sah, desto weniger Angst hatte ich. Die alte Architektur, die hübschen Leute auf der Strasse, die modernen Autos. In diesen Moment habe ich gemerkt: Ich bin, wo ich sein muss.

Paar Wochen später hatte ich schon eine feste Meinung. Die Menschen sind sowohl stylisch als auch schlank, freudlich, hilfebereit und unkompliziert.  Zuerst habe ich sie ein bisschen verschlossen gefunden (im Vergleich mit Brasilien), aber naher habe ich gemerkt, sie wollen dich richtig kennenlernen, bevor sie sich öffen.

Es gibt nicht nur weniger Kriminalität, sodern auch keine grossen Gesellschaftsunterschiede, keine Obdachlosen, kein Hunger und keinen Kinderarbeit.  Probleme die (leider) Brasilien hat. Die grössen Städte in Brasilien sind gefährlich, aber es ist nicht so im ganzen Land. Meine Stadt Panambi zum Beispiel hat keine hohe Kriminalität. Brasilien ist ein wunderbares Land, unsere Landschaften sind schön und die Kultur ist interessant. Ich finde das gleiche von der Schweiz. Ich hatte so viel Glück, in diesen zwei fantastischen Ländern leben zu dürfen.

Die Kultur von Brasilien

Vor vielen Jahren sind die Imigranten nach Brasilien gekommen. Sie haben viel zu unsere Kultur beigetrogen. Wo ich wohne, im Süden Brasiliens , können wir noch die deutsche und italienische Kultur sehen. Meine Stadt wurde von Deutschen gegründet, deshalb war ihr erster Name Neu Wünterberg und hat es immer noch deutsche Architektur. Deswegen gibt es dort auch noch ältere Leute, die Deutsch sprechen können. Jetzt ist ihr Name Panambi, das heisst Tal der blauen Schmetterlingen auf Tupi-guarani ( indigene Sprache).

Brasilien ist in sechsundzwanzig Estados eingeteilt. Ein Estado ist wie ein Kanton. Mein Estado heisst Rio Grande do Sul und ist geprägt von seiner einziger Kultur. Wir haben eine besondere, traditionelle Kleidung, Tänze, Essen und Getränke. Die Frauen tragen Kleider und die Männer tragen Hemd, Hose und Lederstiefel. Die Tänze heisst Gaúcha. Das Essen heisst Churrasco, ein Stück Fleisch am Spiess über dem Feuer. Chimarrão ist ein grüner Tee, wir trinken ihn mit anderen Leuten zusammen. Die Tasse heisst Cuia und der Strohhalm Bomba.

Rio Grande do Sul grenzt an Argentinen und Uruguai. Ich wohne 3 Stunden weit von Argentinen, so ist unsere Landschaft nicht so verschieden. Unser Estado ist nicht bekannt für seine Strände, wie viele Estados in Brasilien es sind. Wir sind bekannt für die noch starke europäische Kultur in unseren Dörfern.

In der Regel haben alle Estados verschiedene Tradizionen, Feste und typisches Essen, Brasilien ist ein grosses Land. Aber es gibt Gerichte, die man überall essen kann. Unser tradionelles Gericht ist Feijão e Arroz, das sind schwarze Bohnen, Reis und Fleisch. Wir essen gern auch Pão de Queijo, das heisst Käsebrot. Zum Dessert haben wir Brigadeiros, kleine Schokoladebällchen.

Mein Leben in der Schweiz

In diesen Jahr hatte ich drei Gastfamilien, in jeder bin ich ungefähr 4 Monate geblieben. Ich habe in zwei verschiedenen Orten in die Nähe von Winterthur gewohnt. Meine erste Familie war Familie Novak, in Seuzach. Die anderen waren Familie Kummer und Familie Haag in Hettlingen.

In meinen ersten drei Woche hier habe ich einen Deutschkurs besucht, jeden Tag mit anderen Austauschschülern. Dann bin ich zur Schule gegangen. Während meines Jahres hatte ich gut Deutsch lernen zum Ziel. Ich hatte die Chance, drei Deutschzertifikatsprüfungen zu schreiben. Wenn ich die bestehe, habe ich eine Ausbildung in meinem Curriculum, die in der Zukunft gut für die Arbeitssuche ist.

In der Schweiz konnte ich Berufe anschauen. In den Ferien habe ich ein Architekturbüro, eine Bäckerei und eine Transportsfirma besucht. In  bin ich ein Tag geblieben und ich habe viel gelernt. Ich hatte auch die Möglichkeit, in einem Kindergarten zu helfen. Meine zweite Gastmutter ist eine Kindergärtnerin, und weil ich Kinder gern und einen Morgen frei habe, hat sie mich eingeladen. Seit November bin ich jeden Donnerstagmorgen hingegangen. Es macht Spass und ich helfe ihr im Unterricht.

Ich habe auch viele europäische Städte kennengelernt. Am Wochenende habe ich oft Ausflüge mit anderen Austauschschülern gemacht und mit den Gastfamilien bin ich gereist. Einmal sind wir nach Vals gefahren, um Ski zu fahren. Ich habe das erstes Mal Schnee gesehen und skifahren gelernt. Es war wirklich schwierig und ich bin viele mals umgefallen. Als ich endlich ein bisschen fahren konnte, mussten wir schon nach Hause gehen. Ich war auch im Süden Frankreichs für eine Woche und obwohl ich kein Französisch kann, war es wunderbar.

Ende

Nach 10 Monaten weit weg von meinem Heimatland, meiner Familie und Freunden habe ich gemerkt, ein grosses Teil von mir möchte nicht mehr nach Hause gehen, die Schweiz ist meine zweite Heimat geworden. Ich liebe alles, das mit der Schweiz zu tun hat, das Essen (mein Lieblings Schweizer Essen: Raclett), die Landschaften, die Berge, die blauen Seen, die Menschen, die Transportsmittel, die Pünktlichkeit (mein grösses Problem am Anfang), die Sicherheit und unbedingt die Kultur. Die richtige Demokratie und die erfolgreich Wirtschaft beeindrucken mich.

Ein Austauschjahr ist nicht nur reisen, essen und feiern, sondern auch Heimweh, falsches Verstehen und sich machmal allein zu fühlen. Obwohl die schwierige Tage nicht einfach waren , sie haben mich emotional stärker gemacht. Ich werde alles vermissen. Das war das beste Jahr meines Lebens und ich werde nie vergessen, wieviel es mich verändert hat. Ich weiss, dass ich Kontakt mit vielen Leuten verlieren werde, aber sie werden immer wichtig für mich sein.

Danke für alles Schwiiz! Ich hatte eine unbeschreibliche Zeit hier. Es war ein Ehre hier zu leben. Ich werde diese Erfahrungen in mein ganzes Leben tragen. Das ist nicht ein Tschüss, das ist ein Bis bald!

 

Laura Kersting Tussi,

Austauschülerin aus Brasilien 2015/2016


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